Lugano TI: 100 Meter Bahnhofsdurchgang eröffnet – barrierefrei, für 15'000 Nutzer
Die neue Fussgängerunterführung in Lugano-Besso wurde eingeweiht.
Das Département Territoriality (DT), die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), die Stadt Lugano und die Regionale Verkehrskommission Lugano (CRTL) geben bekannt, dass die neue Fussgängerunterführung Lugano-Besso heute Vormittag am Bahnhof Lugano der SBB eingeweiht wurde.
Offizielle Eröffnung
An der offiziellen Einweihungszeremonie nahmen Norman Gobbi, Präsident des Staatsrats und Direktor der Bauabteilung, Michele Foletti, Bürgermeisterin von Lugano, Roberta Cattaneo, Direktorin der SBB Südregion, und Fabio Schnellmann, Präsident des Grossen Rates, teil.
Aus diesem Anlass ist die Infrastruktur für die Öffentlichkeit zugänglich und kann bis heute Abend um 20:00 Uhr besichtigt werden. Die Unterführung wird dann ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember befahrbar sein.
Verbindung zwischen Stadtteilen
Dank ihrer Lage verbindet die neue Fussgängerunterführung Lugano-Besso den oberen Teil der Stadt (Besso alta) mit dem unteren Teil (Parco del Bertaccio). Sie bietet zudem über neue Treppen und komfortable Aufzüge direkten Zugang zu den Bahnsteigen des Bahnhofs Lugano FFS, dem neuen Busbahnhof, dem Parkhaus Besso und insbesondere zur zukünftigen U-Bahn-Haltestelle des Strassenbahnnetzes Lugano.
Stimmen zur Eröffnung
In seiner Rede zur heutigen Einweihung betonte Staatsratspräsident Norman Gobbi, dass der Bahnhof Lugano FFS „einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Tessin ist und seit Jahren Gegenstand von Planungen ist, die durch bedeutende kantonale Investitionen des Departements für Territorium für eine modernere und nachhaltigere Mobilität unterstützt werden.”
Der Bürgermeister von Lugano, Michele Foletti, betonte: „Die neue Unterführung ist kein Ziel an sich, sondern ein grundlegendes Element für die zukünftige Mobilität der Agglomeration.”
Roberta Cattaneo, Direktorin der Südregion von FFS SA, wies darauf hin: „Wir sind stolz darauf, sagen zu können, dass während der vierjährigen und viermonatigen Bauzeit Züge und Fahrgäste den Bahnhof fast unbemerkt passieren konnten.”
Fabio Schnellmann erinnerte daran, dass „die neue Infrastruktur Teil eines umfassenderen Projekts zur Renovierung des Bahnhofskomplexes ist”.
Technische Daten und Nutzung
Die neue Fussgängerunterführung Lugano-Besso erstreckt sich über 100 Meter Länge auf zwei Ebenen, ist 11 Meter breit und erreicht stellenweise eine Höhe von 5 Metern. Sie besticht durch ihr modernes Design und eine Raumaufteilung, die ein unmittelbares und übersichtliches Raumgefühl vermittelt und bis zu 15’000 Nutzer täglich aufnehmen kann.
Im stadtseitigen Bereich befinden sich drei Gewerbeflächen: ein Kiosk und zwei Restaurants mit Take-away-Angebot, die am 14. Dezember eröffnen.
Bauphase und technische Herausforderungen
Die Bauarbeiten, die etwas mehr als vier Jahre dauerten, erforderten erheblichen technischen und ingenieurtechnischen Aufwand. Eine temporäre Auslegerbrücke über die Via Maraini sowie das Verschieben eines 600 Tonnen schweren denkmalgeschützten Gebäudes sind nur zwei Beispiele für die Komplexität der Arbeiten.
Kosten und Finanzierung
Die Kosten des Projekts beliefen sich auf rund 60 Millionen Franken. 50 Millionen stammten aus dem Verteilungsschlüssel der Agglomerationsprogramme der ersten Generation, weitere 10 Millionen wurden von der SBB übernommen.
Projekt StazLu1
Das Projekt StazLu1 umfasst die Neuorganisation des Strassennetzes im Bereich des Bahnhofs Lugano FFS mit dem Ziel, die Infrastruktur an die Bedürfnisse eines modernen und attraktiven ÖPNV-Knotenpunkts anzupassen. Geplant sind u. a. eine Tiefgarage, ein intermodaler Knotenpunkt sowie eine neue Strassenunterführung.
Quelle: Departement für Territorium / Stadt Lugano / SBB / CRTL
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei Tessin
